gan | Betriebssicherheitspraxis.de - 20.09.2018

Um die Sicherheit in Ihrem Betrieb zu gewährleisten, müssen im Bereich Handwerkzeuge einige wichtige Punkte beachtet werden. Bereits durch einen sorgfältigen Beschaffungsprozess können Sie Sicherheitsrisiken verringern.

Sichere Beschaffung

Wenn Sie bei der Beschaffung bereits auf eine hohe Qualität der Handwerkzeuge achten werden mögliche Gefahren durch Qualitätsmängel des Werkzeugs von vornherein unwahrscheinlicher. Eine eindeutige Angabe des Herstellers, das Prüfzeichen „GS – Geprüfte Sicherheit“ und auch die Angabe, dass geltende Werkzeugnormen eingehalten werden, sind wichtige Indikatoren für ein sicheres Handwerkzeug.

Sinnvoll ist es den Beschaffungsprozess im Betrieb durch erfahrene Fachpersonen durchführen zu lassen. Trotzdem kann es hilfreich sein, die Mitarbeiter, die später mit dem Handwerkzeug arbeiten sollen, in den Vorgang einzubeziehen und bei der Entscheidung Meinungen zu berücksichtigen.

Auch Gesichtspunkte der Ergonomie sollten beim Auswahlprozess bedacht werden, um ein sicheres und gesundes Arbeiten mit den Arbeitsmitteln zu fördern: Eine optimale Formgebung und die ergonomische Beschaffenheit von Griffen können bei der Ausführung von täglichen Arbeiten entlasten, sowie Überbeanspruchungen und Fehlhaltungen verhindern.

Korrekte Verwendung

Vor der Verwendung der jeweiligen Handwerkzeuge muss eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt werde. Außerdem müssen Betriebsanweisungen vorliegen und alle betroffenen Mitarbeiter ausreichend unterwiesen werden. Dokumentieren Sie die Unterweisung unbedingt für eventuelle Kontrollen!

Allen Mitarbeitern müssen zudem geeignete Persönliche Schutzausrüstungen (PSA) zur Verfügung stehen, um das sichere Arbeiten zu gewährleisten. Zusätzlich sollte geprüft werden, ob das Handwerkzeug für den vorgesehenen Kraftaufwand geeignet ist.

Beim alltäglichen Arbeiten müssen Sie auch darauf achten, dass Handwerkzeuge nur für den jeweils vorgesehenen Verwendungszweck eingesetzt werden: Mit Zangen darf nicht geschraubt werden, mit Schraubenschlüsseln nicht geschlagen usw.

Richtige Instandhaltung

In regelmäßigen Abständen sind Sichtprüfungen der Handwerkzeuge durchzuführen und zwar vor und nach dem Arbeiten mit diesen. Bei der Feststellung von Mängeln, z. B. lockere Griffe, stumpfe Teile, usw., müssen die Arbeitsmittel umgehend außer Betrieb genommen werden. Es sollte auch eine Person bzw. Stelle im Betrieb benannt werden, bei der Ersatz besorgt werden kann.

Wiederkehrende Instandhaltungsmaßnahmen wie Reinigen, Schleifen etc. sollten zur Routine in den Betriebsabläufen gehören.

Gefahrlose Aufbewahrung

Grundsätzlich sollte für jedes Handwerkszeug ein geeigneter Aufbewahrungsort zur Verfügung stehen. Hierbei muss kontrolliert werden, ob Spitzen bzw. Schneiden der Arbeitsmittel auch geschützt sind, um Verletzungen zu vermeiden.

Arbeitshilfen zum Thema:

Checkliste: document CL Handwerkzeuge (33 KB)

Vorlage: document Beschaffenheitsbestätigung für elektrische Betriebsmittel (153 KB)

Vorlage: document BA Elektrische Handwerkzeuge (1.51 MB)