han | Betriebssicherheitspraxis.de - 02.01.2018

Im Januar 2018 erscheint die neue VDI 4055 „Betriebssicherheitsmanagement“. Was es damit auf sich hat und welche Chancen sich aus der Technischen Regel ergeben, erläutern wir Ihnen im folgenden Beitrag.

Betriebliche Haftungsrisiken sicher beherrschen

Mit der Einführung eines Betriebssicherheitsmanagements (BSM) ist es Ihnen möglich, die Vielfalt an potenziellen betrieblichen Haftungsrisiken, denen Sie ausgesetzt sind, zu identifizieren, Maßnahmen abzuleiten und schließlich dadurch Gefährdungen zu minimieren.

Betrachtet wird in einem BSM eine große Vielfalt an Risikogruppen, die neben dem Arbeitsschutz, Risiken betreffend Maschinen, Anlagen und Betriebsmittel beispielsweise auch den Brandschutz oder Umweltschutz, aber ebenso Datensicherheit oder die Gebäudeinfrastruktur behandeln.

Für die Koordination zuständig ist der Betriebssicherheitsmanager; gegenüber dem Unternehmer verantwortet er die Funktion des Systems.

Ziele der VDI 4055

Übergeordnetes Ziel der Veröffentlichung ist es, Unternehmer bei der eigenverantwortlichen und unternehmensspezifischen Interpretation geltender Regelwerke zu unterstützen. Ein Betriebssicherheitsmanagement hilft demnach, die betriebsspezifische Interpretation von Vorschriften und Gesetzen, die Sie betreffen, systematisch umzusetzen und alle betreffenden Vorgänge zu überblicken.

Alle sicherheitsrelevanten Belange werden somit in einem System strukturiert und eine ganzheitliche Betrachtung der betrieblichen Sicherheit wird möglich.

Aufbau der Technischen Regel

Die VDI 4055 "Betriebssicherheitsmanagement" ist wie folgt aufgebaut:

Vorbemerkung

Einleitung

1 Anwendungsbereich

2 Normative Verweise

3 Begriffe

4 Allgemeine Anforderungen an ein Betriebssicherheitsmanagement

5 Planung

6 Verwirklichung und Betrieb

7 Überprüfung

8 Managementbewertung

Anhang (Beispiele)

Zum Thema:

Checkliste: document Arbeitsschutz planen und organisieren (315 KB)

Checkliste: document Erfassung der Arbeitsschutzorganisation (745 KB)