han | Betriebssicherheitspraxis.de - 26.10.2017

Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichen werden am Arbeitsplatz dazu eingesetzt, auf dauerhafte Verbote, Warnungen oder Gebote sowie sonstige sicherheitsrelevante Hinweise aufmerksam zu machen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Einsatz dieser Kennzeichen achten müssen – für Ihre Betriebssicherheit!

Einsatz von Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichen

Vor dem Einsatz von Sicherheitskennzeichnung sollten Sie grundsätzlich prüfen, ob Gefährdungen für Beschäftigte nicht durch technische oder andere organisatorische Maßnahmen vermieden oder ausreichend eingegrenzt werden können. Keinesfalls ist diese somit Ersatz für andere, wirksame Maßnahmen des Arbeitsschutzes.

In jedem Fall sollte geprüft werden, ob die verwendeten Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichen aktuell sind und den geltenden Vorgaben entsprechen (zurzeit vom Gesetzgeber geregelt in der ASR A1.3).

Auswahl der richtigen Kennzeichnung

Laut DGUV Information 211-041 Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung müssen Sie für die Auswahl der richtigen Kennzeichnung u. a. folgende Aspekte beachten:

Was soll gekennzeichnet werden? Welche Kennzeichnung ist hierfür geeignet?
Zeitlich begrenzte Risiken oder Gefahren (z. B. Notrufe) Leucht-, Schall- Sprechzeichen
Stöndige Verbote, Warnungen, Gebote und sonstige sicherheitsrelevante Hinweise Sicherheitszeichen
Stellen, an denen die Gefahr des Anstoßens, Quetschens, Stürzens, Ab- / Ausrutschens, Abstürzens, Stolperns oder des Herabfallens von Lasten besteht  Sicherheitszeichen
Verlauf von Rettungswegen Wenn keine Sicherheitsbeleuchtung vorhanden ist, sind langnachleuchtende Rettungs- und Brandschutzzeichen anzubringen
Zeitlich begrenzte Risiken oder Gefahren (z. B. Sprengarbeiten) Ausschließlich Leucht- oder Schallzeichen bzw. verbale Kommunikation als Sicherheitskennzeichnung 
Alarmfall (z. B. Brandalarm)
Zeitlich begrenzte risikoreiche Tätigkeiten (z. B. Arbeiten im Bereich von Gleisen)

 

Wenn die gleiche Wirkung zu erwarten ist, können Sie zwischen verschiedenen Sicherheitskennzeichnungen wählen.

WICHTIG: Eine Sicherheitskennzeichnung hat immer nur eine Sicherheitsaussage. Wenn gleichzeitig zu einer Warnung auch eine bestimmte Handlung bzw. ihr Unterlassen vorgeschrieben werden soll, müssen Sie entsprechende Verbots- bzw. Gebotszeichen einsetzen.

Sichtbarkeit und Beschaffenheit

Bei der Anbringung von Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichen müssen Sie außerdem auf eine uneingeschränkte Sichtbarkeit achten: Von jedem Punkt des betroffenen Bereiches müssen diese einsichtig sein. Dazu sollte auch die Höhe der Anbringung gut überlegt sein. Kennzeichnungen müssen zudem deutlich erkennbar sein - und das auch im Dunkeln!

Zusätzlich sollten Sie die Beschaffenheit prüfen: Bestehen die Sicherheitszeichen aus einem geeigneten Werkstoff, der gegen Umgebungseinflüsse resistent ist?

Unterweisung der Beschäftigten: Bedeutung klären!

Um die Sicherheit in Ihrem Betrieb zu gewährleisten, ist es zudem erforderlich, die Mitarbeiter über die Bedeutung der Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichen gemäß der Sicherheitsaussagen der ASR A1.3  in ihrem Arbeitsbereich zu unterweisen und dies auch in regelmäßigen Abständen zu wiederholen.

Weitere Beiträge zum Thema:

 Aktuelle Änderung bei den Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichen!

Arbeitshilfen zum Thema:

  document CL Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung (251 KB)