han | Betriebssicherheitspraxis.de - 13.06.2017

Für einen ausreichenden Arbeitsschutz unerlässlich ist eine perfekt auf die jeweilige Arbeitsaufgabe abgestimmte Beleuchtung. Erfahren Sie hier, wie Sie Arbeitsplätze richtig beleuchten!

Arbeitgeber in der Pflicht

Ob Arbeitsplätze entsprechend den jeweiligen Sehaufgaben über eine ausreichende Beleuchtung verfügen, muss vom Arbeitgeber in regelmäßigen Abständen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung überprüft werden.

Optimale Bedingungen bei Tageslicht

Ideal ist ein Arbeiten bei Tageslicht, denn dieses unterstützt zuallererst die physische und psychische Gesundheit der Mitarbeiter sowie deren gesunden Wach- und Schlafrhythmus. Daraus ist zu schlussfolgern, dass nicht nur die Sehaufgaben der Beschäftigten für die korrekte Ausleuchtung bestimmend sind, sondern dass Sie auch deren Versorgung mit Tageslicht für einen gesunden Rhythmus nicht unterschätzen sollten.

Jedoch ist Tageslicht nicht zu allen Arbeitszeiten in ausreichendem Umfang verfügbar. Deshalb muss für eine sichere Arbeitsplatzbeleuchtung auch auf künstliches Licht zurückgegriffen werden.

Darauf sollten Sie bei der Auswahl der Lichtquelle achten

Perfekt ist eine gleichmäßige Beleuchtung des Arbeitsplatzes, wobei das Licht nicht zu stark und nicht zu grell sein sollte. In Büroräumen sollte die Mindestbeleuchtungsstärke beispielsweise zumindest 500 Lux betragen. Durch zusätzliche Lichtquellen machen Sie eine individuelle Ausleuchtung je nach Bedarf möglich und optimieren so die Arbeitsbedingungen Ihrer Beschäftigten.

Außerdem sollten Sie auf Leuchtdichte und Lichtfarbe achten; ein Verhältnis zwischen hellster und dunkelster Fläche von 3:1 sowie neutralweiße bzw. tageslichtweiße Farben führen zu einer einwandfreien Arbeitsplatzbeleuchtung.

Besondere Achtsamkeit bei Bildschirmarbeitsplätzen

Eine ergonomische Beleuchtung ist bei Bildschirmarbeitsplätzen essentiell. Achten Sie darauf, zu helles Licht oder zu hohe Kontraste, Blendungen oder Spiegelungen zu vermeiden, da dies sonst zu Kopfschmerzen oder Augenbeschwerden bei Ihren Mitarbeitern führen könnte. Eine falsche Beleuchtung kann sogar Verspannungen hervorrufen.

ASR A3.4 konkretisiert Vorgaben an die Arbeitsplatzbeleuchtung

Eine Orientierung hinsichtlich korrekter Beleuchtung am Arbeitsplatz bietet die ASR A3.4. Die Arbeitsstättenregel vom April 2011 beschäftigt sich mit dem Einrichten und Betreiben der Beleuchtung von Arbeitsstätten und beschreibt beispielhaft für einige Tätigkeiten die notwendige Beleuchtung, um eine gesundheitsgerechte Erledigung der Sehaufgaben zu ermöglichen.

Die vollständige Fassung kann auf der Seite der BAuA eingesehen werden.

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Arbeitshilfen zum Thema:

document CL Beleuchtung nach ASR A3.4 (209 KB)