han | Betriebssicherheitspraxis.de - 19.05.2017

Eine gute Unterweisung erfordert neben korrekten Inhalten auch optimale Rahmenbedingungen. Erfahren Sie, worauf Sie achten sollten, damit Sie erfolgreich unterweisen!

Zeitliche Aspekte nicht unterschätzen

Achten Sie darauf, Ihren Unterweisungstermin so zu wählen, dass alle Teilnehmer ihn problemlos wahrnehmen können und auch die Uhrzeit der Unterweisung eine hohe Aufnahmebereitschaft verspricht. Hier bietet sich der Vormittag als idealer Zeitpunkt an. Am besten sollten Sie Ihre Unterweisungen außerhalb der Arbeitszeit durchführen, denn es ist zu erwarten, dass die Motivation Ihrer Teilnehmer sonst von vorneherein gegen Null gehen wird.

Außerdem ist die Gesamtlänge des Termins entscheidend für Ihren Unterweisungserfolg. Kurze und prägnante Ausführungen werden länger und nachhaltiger im Gedächtnis bleiben als ein ermüdend langer Vortrag. Optimal ist daher eine Maximallänge von ca. 30 Minuten.

Örtliche Umstände berücksichtigen

Auch räumliche Gegebenheiten sollten unbedingt beachtet werden. Ein Raum, in dem sich Ihre Teilnehmer nicht konzentrieren können, weil es zu warm oder zu eng ist, wo die Sicht auf den Vortragenden schlecht ist oder weil Lärm das Zuhören erschwert, ist für eine effektive Unterweisung nicht geeignet.

Ebenfalls sollten Sie überlegen, ob sich für das jeweilige Unterweisungsthema eine theoretische Vermittlung im Schulungsraum oder eher eine praxisorientierte Durchführung vor Ort anbietet.

Teilnehmerkreis bewusst auswählen

Die Auswahl der Teilnehmer trägt zum Erfolg Ihrer Unterweisung wesentlich bei. Wenn Sie darauf achten, nur die Beschäftigten zur Schulung einzuladen, für die die Inhalte auch wirklich relevant sind, bietet sich die beste Chance für Wissenszuwachs und interessierte Diskussion. Eine ideale Auswahl können Sie beispielsweise durch die Aufteilung nach Dauer der Betriebszugehörigkeit oder nach dem Anlass der Unterweisung treffen.

Als geeigneter Teilnehmerkreis gilt eine Anzahl von bis zu 15 Personen. Ausnahme ist selbstverständlich die Unterweisung zu generellen betrieblichen Themen, die alle Mitarbeiter betreffen.

Inhaltliche Schwerpunkte richtig setzen

Unbedingt zu beachten ist die korrekte und vollständige Behandlung der für die Unterweisung vorgesehenen Themen. Werden den Teilnehmern wichtige Inhalte vorenthalten, ist das Ziel Ihrer Schulung verfehlt. Deshalb sollten Sie bei der gründlichen Vorbereitung des Termins neben Aktualität und Relevanz auch die lückenlose Behandlung der gewählten Inhalte berücksichtigen.

Didaktische Gestaltung

Auch wenn Sie als Unterweisender meist kein ausgebildeter Profi in Sachen Unterrichtsmethoden sind, hilft schon die Beachtung einiger weniger Aspekte, um den Unterweisungserfolg zu erhöhen.

Das Berücksichtigen von verschiedenen Lerntypen (z.B. auditiv oder visuell) durch vielseitige Gestaltung des Vortrags sowie abwechslungsreiche Lernmethoden trägt wesentlich zum Verständnis bei. Wechseln Sie deshalb ruhig nach einem theorielastigen  Abschnitt Ihres Vortrags zu einer aktiven Einheit, um die Motivation und die Aufmerksamkeit der Teilnehmer aufrechtzuerhalten. Achten Sie während Ihrer Ausführungen auch auf Mimik, Gestik und Stimmführung.

Denken Sie schließlich bei der Gliederung Ihrer Ausführungen an eine kurzweilige Einleitung, die den Beteiligten das Ziel und den Nutzen der Unterweisung verständlich machen. Unbedingt sollte der Termin mit einem abschließenden Fazit enden, damit die wichtigsten Erkenntnisse nochmals wiederholt und somit der Lerneffekt garantiert ist.

Weitere Vorlagen und Arbeitshilfen zum Thema:

document Vorbereitung auf die Wiederholungsunterweisung (188 KB)

document BA Schulung und Unterweisung nach DGUV Vorschrift 1 (439 KB)