kab | Betriebssicherheitspraxis.de - 02.03.2016

Die novellierte Betriebssicherheitsverordnung hat zahlreiche Auswirkungen auf den Betrieb von Aufzugsanlagen zur Personenbeförderung. So dürfen Aufzüge zur Personenbeförderung ab dem 31. Mai 2016 nur noch betrieben werden, wenn hierfür ein Notfallplan erstellt wurde. Mit dem einsatzfertigen Muster-Notfallplan von Betriebssicherheitspraxis kein Problem. 

Notfallplan für Aufzüge ist Pflicht

Als Betreiber einer Aufzuganlage werden Sie nach dem Gesetz als Arbeitgeber betrachtet. Somit haben Sie die Pflichten der BetrSichV für den sicheren Betrieb von Aufzuganlagen zu beachten.

Mit der jüngsten Novellierung der Betriebssicherheitsverordnung kommen als Betreiber von Aufzugsanlagen erweiterte Pflichten auf Sie zu. So ist u. a. das Vorliegen eines Notfallplans gem. Anhang 1, Ziffer 4.1 BetrSichV für alle Aufzugsanlagen zur Personenbeförderung Pflicht. Hierunter fallen u. a.  Personenaufzüge, Lastenaufzüge, Paternoster, Bauaufzüge etc.

Muster-Notfallplan und Ausfüllhilfe

Muster-Vorlage: Notfallplan für Aufzüge

Zum sofortigen Einsatz stellt Betriebssicherheitspraxis einen Muster-Notfallplan für Aufzüge bereit, der einfach und schnell an jedem PC ausgefüllt und ausgedruckt werden kann. Damit lässt sich sicherstellen, dass der Notdienst im Notfall unverzüglich die notwendigen Hilfemaßnahmen einleiten und im Aufzug eingeschlossene Personen befreien kann.

Notfallplan für Aufzüge

Ausfüllhilfe zum Muster-Notfallplan

Eine zusätzlich verfügbare Checkliste zum Notfallplan für Aufzüge unterstützt Sie dabei, alle notwendigen Angaben in Bezug auf

  • den Standort der Anlage,
  • die Fabriknummer,
  • den verantwortlichen Arbeitgeber/Betreiber der Aufzugsanlage,
  • die Personen mit Zugang zu allen Einrichtungen der Aufzugsanlage,
  • die Personenbefreiung,
  • die max. Dauer zwischen Notfallmeldung und Beginn der Befreiung,
  • die Notbefreiungsanleitung,
  • die Erste-Hilfe,
  • die zuständige zugelassene Überwachungsstelle

zu beachten.

Ausfüllhilfe für Notfallplan für Aufzüge

Ablaufende Übergangsfrist für bestehende Aufzugsanlagen

Mit der Novellierung der BetrSichV wurde eine Übergangsfrist von 12 Monaten festgelegt, bis wohin für jede bestehende Aufzugsanlage ein Notfallplan angefertigt sein muss. Diese Übergangsfrist läuft nun am 31.05.2016 ab.
Für Betreiber von Aufzugsanlagen bedeutet das nun Handlungsbedarf. Denn bis zum 31.05.2016 müssen entsprechende Notfallpläne erstellt und dem Notfalldienst zur Verfügung gestellt werden.

Gibt es keinen Notdienst, muss der Notfallplan einem Aufzugswärter bzw. einer hierfür "benannten Person" übergeben und dort hinterlegt werden.

Inhalte des Notfallplans

Der Notfallplan regelt, wie in einem Aufzug eingeschlossene Personen aus ihrer misslichen Lage schnell befreit werden können. Dabei sind das Vorgehen in Notsituationen sowie die Benennung und die Kontaktmöglichkeiten von verantwortlichen, eingewiesenen und beauftragten Personen im Notfall ein zentraler Bestandteil des Notfallplans.

Keine Übergangsfrist bei Neuanlagen

Für Neuanlagen, die ab dem Zeitpunkt der Novellierung, d. h. ab dem 01.06.2016, in Betrieb gehen, muss der Notfallplan dem Notdienst bereits vor der Inbetriebnahme der jeweiligen Anlage vorliegen. Für Neuanlagen gelten somit keine Übergangsfristen!

Vorlagen und Arbeitshilfen zum Thema

  document Erstellung eines Notfallplans für Aufzüge (307 KB)

  document Sicherheitsaushang: Notfallplan für Aufzüge (212 KB)